Depotstand 8.7.2016 103.846 Euro –> keine Transaktionen

Juli 31st, 2016

Depotstand 8.7.2016 103.846 Euro –> keine Transaktionen

Im Depot befinden sich überwiegend DAX-Werte als Langfristanlagen + ISRA Vision (ISR) und eine kleine Position Transtec (TTC).

Depotstand 7.7.2016 102.462 Euro –> keine Transaktionen

Juli 31st, 2016

Depotstand 7.7.2016 102.462 Euro –> keine Transaktionen

Im Depot befinden sich überwiegend DAX-Werte als Langfristanlagen + ISRA Vision (ISR) und eine kleine Position Transtec (TTC).

Vivanco – Ausbruch nach starken Zahlen

Juli 28th, 2016

Vivanco:
Optisch sehr starke HJ-Zahlen, die aber stark durch Sondereffekt verzerrt worden sind.
Operatives EBITDA sollte ursprünglich bei 5,7 Mio. Euro liegen. Prognose nun: leicht darüber, also sagen wir 6,0 Mio. Euro, Finanzergebnis sollte sich durch Schuldentilgung, geringere Zinsen auf minus 1,0 Mio. Euro verbessern.
Gewinn vor Steuern (EBT) von 2,0 Mio. Euro könnte drin sein. Rechnen wir mit netto 1,7 Mio. Euro (alle Sondereffekte außen vor).
Marktkapitalisierung bei 2,61 Euro = 14 Mio.; KGV = ca. 8
Mehr als KGV10 würde ich aktuell nicht zugestehen wegen der hohen Verschuldung, des relativ zyklischen Geschäfts mit geringen Margen und des chinesischen Großaktionärs. Instis können wegen des extrem niedrigen Streubesitzes von 8% eh nicht kaufen.
Verbleibt noch ein Restpotenzial von gut 20%. KZ 3,17 Euro.
Auf Grund der extremen Marktenge des Wertes kann es aber zu einem ähnlichen kurzfristigen Spike wie im Februar letzten Jahres kommen als die Aktie in der Spitze bis auf über 4,00 Euro gestiegen ist.
Hab mal 1.000 Stück zu 2,60 Euro gekauft mit Ziel 3,15 Euro.

Xanthus Holdings PLC: Verzehnfachung seit Erwähnung im Blog

Mai 10th, 2016

Am 03.11.2015 hatte ich an dieser Stelle auf die Xanthus Holdings PLC (WKN A1JGT0) hingewiesen. Damaliger Kurs ca. 0,20 Euro. Die Aktie war nach jahrelanger Funkstille auf einmal ohne offensichtlichen Grund angesprungen. Auf meine E-Mail-Anfragen an das Management hatte ich keine Antwort erhalten. Das Interessante war/ist das Management:

Im Verwaltungsrat sitzt Prof. Stefan Feuerstein, ein ehemaliger Vorstand der Metro AG, der bei verschiedenen anderen Schweizer Firmen ebenfalls aktiv ist (Zur Rose Group; Electronic Partner Handel SE) und auch neun Jahre dem Aufsichtsrat der WMF angehört hat. Er befindet sich zudem im Verwaltungsrat der Unimo Real Estate. Und genau in Richtung Immobilien soll nun auch Xanthus entwickelt werden.

Heute legt die Aktie um über 70 Prozent zu und ist damit Tagesgewinner am deutschen Markt. Xanthus Holdings Plc. ist seit März 2011 eine unter maltesischem Recht registrierte Aktiengesellschaft, die am Entry Standard der Frankfurt Stock Exchange sowie über Xetra gehandelt wird (Symbol: XNH).
Nach einmaliger Verschiebung (ursprünglich war der 06.05.2016 angepeilt) soll Xanthus nun am 13.05. bei der außerordentlichen HV in La Valetta, Malta, in Solidare Real Estate Holding plc. umbenannt werden. In Deutschland gibt es eine Solidare Real Estate Holding GmbH. Sitz ist laut Handelsregisterauszug Walmanger 10 in 45355 Essen.

In den Vorstand soll Herr Zeki Yigit berufen werden. Auf seiner Xing-Seite bietet er u.a. die Beratung internationaler und nationaler Kunden im Immobiliensegment an.
Öffentlich in Erscheinung getreten ist er in 2013 als Hauptanteilseigner einer Eigentümer-Gesellschaft, die den Wanner Wohnblock in Herne gekauft und für rund zwei Millionen Euro saniert hat.
Mehrheitsaktionär von Xanthus ist aber die Asiamerica Limited (Meldung vom 16.02.2016). Diese ist wohl identisch mit der Asiamerica AG, die wohl nur einen Briefkasten in der Baarerstraße 43 in Zug hat (c/o Domanda Verwaltungs GmbH), die Stefan Feuerstein und Claudio Morandi zuzurechnen sind. Letzterer wird auch auf der Xanthus-Homepage http://www.xanthusholdings.com/management-directors/ als Direktor genannt.
Interessant ist, dass es zuletzt zwei Aktienzusammenlegungen gegeben hat. Hier die erste:

“Xanthus Holdings plc announces that the issued share capital of the company has been reduced by the cancellation of 16,218,986 ordinary shares issued by the company leaving a balance of 3,538,776 ordinary shares issued and outstanding. Thereby the unanimously approved resolution No 1 of the Extraordinary General Meeting of the company held on 19th November 2015 has become effective with value of 22nd February 2016. The respective minutes were duly published on the company’s webpage.

The purpose of the reduction was to offset losses incurred.”

Es wurde also zunächst eine Kapitalherabsetzung zur (nominellen) Beseitigung von Verlusten durchgeführt.
Danach wurden weitere Aktien annulliert, um die Anteile des Unternehmens an der Taiga Atlas plc auf die aktuellen Anteilseigner von Xanthus entsprechend ihrer Anteile an der Xanthus Holdings plc. zu übertragen:

Xanthus Holdings plc announce that the issued share capital of the Company has been reduced by the cancellation of 1,563,000 ordinary shares issued by the Company leaving a balance of 1,975,776 ordinary shares issued and outstanding. Thereby the unanimously approved resolution No 2 of the Extraordinary General Meeting of the company held on 19th November 2015 has become effective with value of 4th May 2016. The respective minutes were duly published on the Company’s webpage.

The purpose of the reduction was to transfer the Company’s holdings of shares in Taiga Atlas plc to the existing shareholders of Xanthus Holdings plc in proportion to their shareholding in Xanthus Holdings plc.

The Company’s shareholders now hold shares in Xanthus Holdings plc. and their proportional share in Taiga Atlas plc.

Die Frage ist nun, was genau verbirgt sich hinter der Taiga Atlas plc. und wie werthaltig ist diese? Dadurch, dass es nur noch knapp 1,96 Millionen Aktien gibt liegt die aktuelle Marktkapitalisierung beim derzeitigen Kurs von 2,42 Euro bei 4,7 Millionen Euro.

Xanthus

Zu beachten sind die extrem geringen Handelsumsätze in der Aktie. Zum aktuellen Kurs von 2,42 Euro sind heute lediglich 1999 Stück über XETRA gehandelt worden. Die letzten Umsätze zuvor hatte es am 02.05.2016 bei 1,37 Euro bzw. 1,38 Euro gegeben (insgesamt 7.003 Stücke). Am 29.04. wechselten insgesamt 4.885 Stücke im Bereich von 1,10 bis 1,17 Euro den Besitzer. Noch einen Tag davor hatte die Aktie nur 0,75 Euro gekostet (1.999 Stück), am 26.04. gab es noch 2.835 Stück für 0,45 bzw. 0,50 Euro. Am 25.04.2015 waren 15.732 Aktien zu Kursen von 0,48 bzw. 0,50 Euro gehandelt worden. Noch am 19. und 22.Februar hatte jemand insgesamt 25.000 Stück für nur 0,09 Euro erwerben können.

MEINE MEINUNG: Ich würde zunächst die Beschlüsse der außerordentlichen HV abwarten. Ein Kauf zum jetzigen Zeitpunkt ist reines Roulette, weil nicht klar ist wie werthaltig das eingebrachte Geschäft sein wird. Ich nehmen die Aktie auf die Watchlist!

Brack-Report 30.03.2016: $WATT (Energous Corp.); $KGC (Kinross Gold); $RIC (Richmont Mines); $EBTC (Enterprise Bancorp); $CACI (CACI International); $ISRG (Intuitive Surgical)

März 30th, 2016

Brack-Report USA 30.03.2016

Am gestrigen Donnerstag war das Verhältnis von Aktien mit neuen 52-Wochen-Hochs zu Aktien mit neuen 52-Wochen-Tiefs ($NAHL) bei 59:39 wieder positiv (Vortag: 29:33). Das heißt, bei Ausbrüchen nach der Brack-Strategie besteht ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis. Ausbrüche können daher gekauft werden. Die großen US-Indizes präsentierten sich gestern nach der Rede von Janet Yellen sehr stark und schlossen am Tageshoch. Ein bullisches Signal.

Insgesamt gab es 22 Ausbrüche nach meiner Strategie. Wir schauen uns nachfolgend die nach meiner Ansicht vielversprechendsten Ausbrüche an. Sie erhalten von mir konkrete Einschätzungen bzw. Handelsempfehlungen.

Grundsätzlich gilt: Das Chance-Risiko-Verhältnis ist umso besser, je näher Sie am Ausbruchsniveau (Pivotpunkt) einsteigen. Der Pivotpunkt wird daher immer mit angegeben.

Die Besprechung der Werte erfolgt in der Reihe der prozentualen Zuwächse vom Vortag:

1) Energous Corp. (WATT)

Im März 2014 erfolgte das IPO. 4 Mio. Aktien wurden zu 6 $ je Aktie angeboten. Die Erstnotiz lag bei 9,50 $, der Schlusskurs am ersten Handelstag bei 10,58 $. Ein satter Zuwachs von 76 % innerhalb eines Handelstages für alle, die eine Zuteilung erhalten haben. Zwischenzeitlich wurde der Kurs sogar ausgesetzt, weil die Aktie innerhalb von zehn Minuten um mehr als 10 % gestiegen war.

Zum Zeitpunkt des Börsengangs existierte Energous erst seit zwei Jahren und hatte gerade mal neun Mitarbeiter. Energous hat ein einziges, einzigartiges Produkt, eine Box von der Größe eines Routers, die das kabellose Aufladen von mehreren elektrischen Geräten ermöglichen soll. Ein maximaler Abstand zwischen Gerät und “Ladestation” von knapp 5 Metern (15 Feet) sei möglich.

Ursprünglich sollte das Produkt bis 2015 marktfähig sein und auch bereits verkauft werden. Inzwischen peilt WATT Ende 2016 an.

Die Infos habe ich aus diesem Blog entnommen: http://aktiennotizblog.de/energous/

Gestern zog WATT nun einen Entwicklungs-Deal mit Pegatron an Land. Pegatron ist einer der größten Elektronik-Auftragsproduzenten und -Designer der Welt (produziert u.a. auf für Apple). Pegatron erhält eine nicht-exklusive Lizenz, um die Technologie von WATT in Mini-Sender und Empfänger einzubauen. Energous-CEO Stephen Rizzone sprach davon, dass 2016 zu einem Breakout-Jahr für WATT werden könne und dass man sich zunächst auf den WattUp Mini-Sender als den schnellsten Weg zu Umsätzen und Profitabilität fokussiere.

Genau hier setzen die Kritiker an: Der Mini-Sender funktioniert nur bis zu einer Entfernung von wenigen Zentimetern. Das wäre aber nicht wirklich eine Revolution. Wenn das Smartphone so nahe am Ladegerät sein muss, kann man es (fast) genau so einfach auch gleich einstecken (und dann wird es wesentlich schneller aufgeladen als kabellos). Laut Rizzone sei es das “Langfristziel”, die Stromversorgung auch über weitere Distanzen sicherzustellen. Das kann man so interpretieren, dass WATT hier immer noch relativ weit vom Entwicklungsziel entfernt ist.
Das physikalische Problem dabei ist, dass bei der Übertragung von elektrischem Strom über weite Distanzen auf den entsprechenden Frequenzen eine starke Wärmeentwicklung bei allem, was sich in der Nähe des Antennenfokus befindet, auftritt.

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass keine Details hinsichtlich der Lizenzvereinbarung genannt worden sind. Das kann bedeuten, dass es sich nur um eine Vereinbarung handelt, zusammenzuarbeiten, und Lizenzgebühren nur auf einer Royalty-Basis fällig werden, d.h. erst dann wenn tatsächlich Umsätze mit der Technologie erzielt werden.

Es kann zudem sein, dass das Management versucht, mit diesen News den Kurs in die Höhe zu treiben, um eine eventuell notwendige Kapitalerhöhung zu besseren Konditionen durchführen zu können.

Was mir persönlich nicht so gefällt ist, dass sich bei WATT eine Anhängerschaft in den Foren versammelt hat (Seeking Alpha), die eine Art Kult um das Unternehmen betreibt und sämtliche Kritiker beschimpft.

Der Langfristchart zeigt zudem, dass die Aktie noch weit von den Hochs entfernt ist, die unmittelbar nach dem Börsengang im Bereich von 16 $ erzielt worden sind.

Das größte Warnsignal ist für mich aber, dass WATT von MDB Capital an die Börse gebracht worden ist. MDB hat in der Vergangenheit einige andere “Story-Aktien” an den Markt gebracht und aggressiv promotet, die sich dann als echte Rohrkrepierer erwiesen haben, z.B. Uni-Pixel (UNXL), Parametric Sound, Clearsign Combustion (CLIR), Resonant (RESN) oder Crossroads Systems (CRDS).

MEINE MEINUNG: Ich rate dazu, die Aktie zu meiden. Die Warnsignale sind zu deutlich.

WATT

2) Kinross Gold (KGC)

Interessanterweise stiegen gestern der Goldpreis und Goldminenaktien gemeinsam mit “normalen” Aktien. Diese Abkopplung könnte darauf hindeuten, dass sich die Rallye bei Edelmetallen auch parallel zu einer Aktienmarkt-Rallye fortsetzen könnte.

Dass ausgerechnet Kinross vorneweg marschier überrascht, denn zuletzt gab es vom Goldproduzenten eher negative News. Der Maricunga-Mine in Chile droht vorläufig ein Produktionsstopp: http://seekingalpha.com/article/3961080-kinross-maricunga-gold-mine-water-problem-broader-implications
Kritiker bemängeln zudem strategische Fehler (beim Kauf von Barrick-Assets) und dass die Kapitalkosten weit über den Kapitalrenditen lägen, die in den vergangenen fünf Jahren stark negativ waren.

Umgekehrt hat Kinross allerdings einen hohen Ertragshebel bei steigendem Goldpreis. Der Chart sieht gut aus, aber die Volumentwicklung war nicht ganz perfekt. Es war nur ein leichter Anstieg gegenüber dem Durchschnittsvolumen der letzten drei Monate zu verzeichnen.

KGC

MEINE MEINUNG: Alleine durch die oben beschriebenen Abkopplung ist Gold und damit auch Goldminen interessant. Es empfiehlt sich immer die stärksten Werte im Sektor zu kaufen und das sind die, die nach Korrekturen als erste wieder neue Hochs erzielen. Insofern ist Kinross durchaus interessant. Das gestrige Hoch von 3,38 $ liegt zudem direkt am Pivotpunkt. Eine Alternative ist diese Aktie:

3) Richmont Mines (RIC)

RIC hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht und ist inzwischen zu einem Goldproduzenten mit freiem positiven Cashflow geworden. Das heißt: Quartal für Quartal gibt es tatsächlich unter dem Strich Geldzuflüsse auf die Konten des Unternehmens.
Es sei denn RIC investiert stark in die Exploration und genau das war zuletzt der Fall. Das Sahnestück ist die Island Goldmine, wo jährlich rund 65.000 Unzen Gold zu Kosten von nur 850 bis 920 US-Dollar je Unze produziert werden können.
Insgesamt hat RIC in 2015 etwas mehr als 98.000 Unzen Gold produziert und das zu All-In-Kosten von 1074 $ je Unze. Die Kosten schwanken allerdings stark (1.001 $ in Q3; 1.274 $ in Q4).
Äußerst vielversprechend ist das Island Deep-Vorkommen, wo Goldgehalte von teilweise über 10g je Tonne gemessen worden sind. Das Vorkommen wird hier auf 1,1 Millionen Unzen Gold geschätzt. Ab 2017 könnte hier bereits die Produktion beginnen, was die All-In-Kosten bei der Gesamtproduktion um rund 5 % drücken und die Produktion selbst um 10 % ansteigen lassen könnte.

RIC

Richmont verfügt über einen Cashbestand von rund 70 Mio. $. Es sind 58,03 Mio. Aktien ausstehend.
RIC betreibt die Beaufor, Monique and Island Gold Goldminen.
Im Januar 2015 gelang eine so genannte Bought Deal-Finanzierung über 34 Mio. kanadische Dollar (C-$) zu 4,00 C-$ je Aktie.
Im September wurde das Unternehmen in den S&P/TSX SmallCap Index aufgenommen.

MEINE MEINUNG: Mit einer Marktkapitalisierung von 300 Mio. $ noch relativ klein und volatil. Aber sehr vielversprechend bei weiter steigendem Goldpreis. Schöner, treppenartiger Chart wie er für meine Strategie gut geeignet ist. Der Pivotpunkt liegt bei 5,50 $. Heute könnte es zu Handelsbeginn wegen des leicht schwächeren Goldpreises zu einem Rücksetzer kommen.

4) Enterprise Bancorp (EBTC)

Sehr kleine und nur dünn gehandelte Regionalbank. Wohl charttechnisch motivierte Käufe nach dem Ausbruch. Zu illiquide für meine Strategie.

ETBC

5) CACI International (CACI)

CACI ist ein IT-Service-Unternehmen, das sich unter dem seit März 2014 als CEO agierenden Ken Ashbury konsequent in Richtung Sicherheitslösungen (Schutz vor Cyberattacken) und Healthcare positioniert hat. Das Unternehmen will gezielt durch Übernahmen bzw. Fusionen wachsen.

Zuletzt meldete CACI gleich zwei neue Großaufträge in den Größenordnungen von 199 und 180 Mio. $ (Marktkapitalisierung von CACI ca. 2,5 Mrd. $), den zweiten erst am Montag vor Handelsbeginn. Dazu ist man bei einem dritten Großauftrag von der US Navy ebenfalls vorne mit dabei.

Anfang Februar gappte die Aktie nach sehr starken Quartalszahlen nach oben. Nun gelang gestern der Ausbruch auf ein 52-Wochen-Hoch. Das Volumen war allerdings nur leicht überdurchschnittlich, der 52-Wochen-Chart weist einen sehr volatilen Kursverlauf aus.

CACI

MEINE MEINUNG: Eher als Langfristanlage interessant. Ich hatte die Aktie erstmals bereits 2003 auf meiner Watchlist.

6) Intuitive Surgical (ISRG)

Nicht unerwähnt bleiben soll abschließend einer der besten Langfrist-Performer am US-Markt: Intuitive Surgical, Hersteller des daVinci-Operations-Roboters. Nach längerer Durststrecke schaffte die Aktie gestern den Ausbruch auf ein neues Allzeit-Hoch und schloss dabei erstmals über der Marke von 600 $.

Hier der Langfrist-Chart:

ISRG

Die 2015er-Zahlen, die bereits Ende Januar gemeldet worden waren, überzeugten auf ganzer Linie. Sowohl die Umsatz- als auch die Gewinnschätzungen der Analysten wurden geschlagen.

Im vierten Quartal kletterten die Umsätze um 13 Prozent auf 677 Mio. $. Dabei wurden 158 da Vinci-Systeme ausgeliefert. Der Nettogewinn stieg um 22 % auf 224 Mio. $, der Gewinn je Aktie um 20 %. Dabei wurden die Analystenschätzungen um 0,85 $ je Aktie geschlagen.

Das Clevere an dem Geschäftsmodell ist, dass ISRG auch nach dem Verkauf der Roboter ständig weiter mitverdient durch Verkauf von Zubehör und der Ausführung von Servicedienstleistungen (typisches Rasierer-Rasierklingen-Modell). So steigt der Anteil wiederkehrender Umsätze an den Gesamtumsätzen stetig an.

Hinzu kommen steigende Margen (28,1 % in Q4/2015 nach 24,6 % im Vorjahresquartal) und eine starke Bilanz mit einem Cashbestand von 3,3 Mrd. $ (+850 Mio. $ ggü. dem Vorjahresquartal), wogegen die Verbindlichkeiten nur bei 588 Mio. $ liegen, die noch dazu im Vergleich zum Vorjahr nur minimal gestiegen sind.

MEINE MEINUNG: Billig ist die Aktie mit einem 2016er-KGV von 29 beileibe nicht. Die guten Zukunftsaussichten, die starke operative Entwicklung und die unangefochtene Marktstellung machen die Aktie nach dem neuen charttechnischen Kaufsignal aber kaufenswert.

Brack-Report USA 25.03.2016: $ADMP (Adamis Pharma); $BVSN (Broadvision); $ACN (Accenture); $FN (Fabrinet); $HDNG (Hardinge); $FIVN (Five9); $WSO (Watsco)

März 25th, 2016

Brack-Report USA 25.03.2016

Am gestrigen Donnerstag war das Verhältnis von Aktien mit neuen 52-Wochen-Hochs zu Aktien mit neuen 52-Wochen-Tiefs ($NAHL) bei 22:52 noch etwas deutlicher negativ (Vortag: 28:34). Das heißt, bei Ausbrüchen nach der Brack-Strategie besteht kein gutes Chance-Risiko-Verhältnis. Ausbrüche sollten daher nicht gekauft werden. Allerdings gab es intraday eine deutliche Erholung, so dass die Indizes letztlich sogar leicht im Plus geschlossen haben. Damit sind die Chancen, dass der $NAHL in der kommenden Woche wieder positiv wird, verbessert.

Insgesamt gab es 7 Ausbrüche nach meiner Strategie. Wir schauen uns nachfolgend die Werte einzeln an. Sie erhalten von mir konkrete Einschätzungen bzw. Handelsempfehlungen.

Grundsätzlich gilt: Das Chance-Risiko-Verhältnis ist umso besser, je näher Sie am Ausbruchsniveau (Pivotpunkt) einsteigen. Der Pivotpunkt wird daher immer mit angegeben.

Am Ende des Reports erhalten Sie zudem eine Übersicht über die Entwicklung der vergangenen Ausbrüche, die ich für vielversprechend erachtet hatte.

Die Besprechung der Werte erfolgt in der Reihe der prozentualen Zuwächse vom Vortag:

1) Adamis Pharmaceuticals (ADMP)

In einem für Biotechs insgesamt neutralem Handelstag preschte ADMP mit fast 11 % Plus nach vorne und ist damit der dynamischste Ausbruch gemäß meiner Strategie.

ADMP forscht an Produkten für die Behandlung von Atemwegserkrankungen, Allergien, Krebs und Erkrankungen des Immunsystems. Mitte 2014 nahm man eine Strategieänderung vor und beschloss, sich ganz auf den Spezial-Pharma-Bereich zu konzentrieren, weil dort die Risiken geringer sind und die Kommerzialisierungsphase früher erreicht werden kann. Der Markt reagierte positiv darauf.

Allerdings gab es vor ziemlich genau einem Jahr einen herben Rückschlag, weil die US-Arzneimittelbehörde Adamis die Zulassung für eine vorgefüllte Adrenalin-Spritze, die bei einem anaphylaktischen Schock (heftige allergische Reaktion auf chemische Reize) eingesetzt werden hätte sollen, in der geplanten Form verweigert hat. Die Aktie verlor über 30 %.

ADMP hat das Produkt mit verändertem Design (u.a. bessere Dosierungsmöglichkeit) wieder bei der FDA eingereicht und die Behörde hat es nun für eine erneute Überprüfung zugelassen. Die Entscheidung soll am 4.Juni 2016 fallen.
Ende Januar diesen Jahres gab es dann eine kleinere Kapitalerhöhung, die brutto ca. 5 Mio. $ in die Kassen spülte.

Am Mittwoch war der Jahresbericht veröffentlicht worden, der allerdings keine Überraschungen enthielt. Der Volumenanstieg gegenüber dem Durchschnittsvolumen lag zwar bei gut 200 Prozent, absolut waren es aber nur gut 150.000 gehandelte Stück. Gut möglich, dass hier rein charttechnisch orientierte Trader aufgesprungen sind, nachdem das alte 52-Wochen-Hoch geknackt worden ist.

MEINE MEINUNG: Ich würde den Ausbruch nicht überbewerten. Die Chancen für eine FDA-Zulassung sind aus meiner Sicht ganz gut, aber die Entscheidung folgt erst Anfang Juni. Insofern würde ich erst mal abwarten bzw. auf andere im Brack-Report vorgestellte Biotech-Aktien setzen.

ADMP

2) Broadvision (BVSN)

Der ehemalige Neuer-Markt-Wert(!) erlangte in den letzten Jahren zweifelhaften Ruhm durch eine extreme Kursexplosion Anfang 2012, die viele Shorties Kopf und Kragen gekostet haben dürfte, die sich im Nachhinein aber als heiße Luft herausgestellt hat, sprich nur momentumgetrieben war und keinen echten fundamentalen Auslöser gehabt hat.

Trotzdem ist die Aktie natürlich seither fast allen Tradern ein Begriff und durch die extreme Marktenge (es gibt nur 4,88 Mio. Stück) immer wieder für heftige Kurs-Spikes prädestiniert. Sie erkennen im Langfristchart unten neben der Explosion 2012 noch einen weiteren, kleineren Ausbruch Anfang 2014.

BVSN Allzeit

Mir war die Aktie gestern schon beim meinem Screening aufgefallen, weil sie auf den Cent genau auf das alte 52-Wochen-Hoch bei 6,39 $ herangelaufen war, dass sie zuvor bereits mehrfach getestet hatte. Gestern gelang nun tatsächlich der Ausbruch.

Das Volumen lag zwar bei knapp dem Dreifachen des Durchschnittsvolumens der letzten drei Monate, mit absolut nur 24.400 gehandelten Aktien war es aber dennoch verhältnismäßig niedrig.

Operativ gibt es nichts Neues von BVSN. Die arbeiten an einem Social Communication Tool für Unternehmen, nennt sich Vmoso, wobei ich die Erfolgsaussichten aber als sehr schlecht einschätze, weil eine ganze Reihe großer Konkurrenten wie Salesforce (CRM), Oracle (ORCL), Microsoft (MSFT) oder IBM (IBM) das Gleiche versuchen.

Interessant ist die Aktie aus einem anderen Grund. Der Tech-Gründer und Milliardär Joseph Liemandt, der sehr gut vernetzt ist, kauft über sein Hedgefonds-Vehikel ESW konstant Aktien von BVSN auf. Seit August hat er seinen Bestand an BVSN-Aktien von 500.000 Stück auf aktuell 768.974 Aktien ausgebaut. Er kaufte dabei bevorzugt im Bereich von 6 $ je Aktie, wo in etwa auch der Cashbestand des Unternehmens liegt. Die offene Frage ist, was Liemandt mit BVSN vor hat?

Denn das derzeitige Geschäftsmodell ist wenig attraktiv und BVSN verbrennt konstant Geld. Gleichzeitig kauft er auch noch Aktien eines anderen kleinen Unternehmens, nämlich von Upland Software (UPLD) auf. Sofern Liemandt weiter zukauft wäre der Kurs nach unten wohl gut abgesichert und wenn er sogar die Kontrollübernahme und evtl. eine Änderung des Geschäftsmodells anstrebt könnten sich ganz neue Perspektiven bei BVSN auftun. Aber das ist natürlich alles sehr spekulativ

Hier der Chart mit dem gestrigen Ausbruch:

BVSN

MEINE MEINUNG: BVSN ist eine Art Wundertüte. Schwer zu prognostizieren, was Liemandt vor hat. Offensichtlich ist, dass die Aktie in der Vergangenheit um den Bereich 6 $ mäandriert hat, weil Liemandt dort immer wieder zugekauft hat. Wird die Aktie von Tradern entdeckt kann es sehr dynamisch nach oben gehen, weil relativ wenige Stücke frei handelbar sind. Genauso gut ist es aber möglich, dass die Aktie zurück in ihren Dornröschenschlaf verfällt.

3) Accenture PLC (ACN)

Die Unternehmensberatung ist mit einer Marktkapitalisierung von inzwischen knapp 72 Mrd. $ die mit Abstand schwergewichtigste Aktie im heutigen Ranking und ein starker Langfrist-Performer.

ACN Allzeit

Im zweiten Fiskalquartal übertraf ACN die Erwartungen der Analysten sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn je Aktie (rechnet man den Einmalertrag aus dem Verkauf von Navitaire heraus lag er bei 1,34 $ ggü. dem Analystenkonsens von nur 1,18 $). Auch der Ausblick auf das Gesamtjahr überzeugte.

ACN vollzieht eine erfolgreiche Transformation seines Geschäfts in Richtung Digitalisierung, Cloud-Computing und Sicherheitsservices und liegt damit im Trend. Dabei halfen Übernahmen wie die des Cloud Computing-Beraters Cloud Sherpas, des Trading Plattform-Serviceunternehmens Formicary und des Cybersecurity-Dienstleisters Cimation.

ACN

Das Unternehmen hat seinen Sitz in Dublin/Irland. Daher zahlt ACN wenig Steuern.

MEINE MEINUNG: Schöner, dynamischer Chartausbruch. Marktführendes Unternehmen. Die Prognosenanhebung für das Gesamtjahr war aber relativ moderat. Aktie ist eher für Langfrist-Trendinvestoren geeignet.

4) Fabrinet (FN)

Im Brack Report gestern war ich anlässlich des Ausbruchs von Oclaro (OCLR) noch darauf eingegangen, dass Seeking Alpha-Autor Brendan Rose Fabrinet (FN) als seinen Favoriten im Bereich Network-Equipment ausgemacht hat.
Prompt folgt nun der Ausbruch von FN.

FN ist ein Auftragshersteller, der für andere Firmen Elektronik produziert. Davon gibt es rund ein Dutzend größere weltweit, u.a. Firmen wie z.B. Plexus (PLXS) oder Sparton Corp. (SPA).
FN ist auf einen ganz bestimmten Bereich spezialisiert, nämlich optisches Telekommunikations-Equipment. Zwei wichtige Kunden sind beispielsweise JDS Uniphase (JDSU) und eben die besagten Oclaro (OCLR; ca. 10-20 Prozent des Gesamtumsatzes macht Fabrinet mit Aufträgen für OCLR).

FN ist in diesem Bereich sehr dominant und dürfte rund 45 Prozent der insgesamt produzierten Produkte auf sich vereinen. Besonders sind die in der Branche fast einzigartig hohen Gewinnmargen. FN profitiert demzufolge auch vom gestern beschriebenen 100 Gigabit-Aufrüstungstrend bei Ethernet-Netzwerken. Im Zuge der Analystenkonferenz Anfang Februar berichtete man von einer Verdreifachung der 100G-Umsätze und erklärte, dass rund 25 Prozent der Umsätze von Programmen stammen, die weniger als ein Jahr alt sind.

Mit anderen Worten: Es boomt bei FN.

FN

MEINE MEINUNG: Im Gegensatz zu anderen White Label-Produzenten kann Fabrinet wegen seiner dominanten Marktstellung im Bereich optische Netzwerke hohe Margen generieren. Das Unternehmen unterliegt nicht dem extremen Preisdruck, den die Markenhersteller haben. FN ist zudem sehr gut gemanagt. Der erstmalige Ausbruch über den Widerstand bei 30 $ bringt ein neues Kaufsignal. Kaufenswert, allerdings ist der Sektor stark zyklisch.

5) Hardinge (HDNG)

Mit einer Marktkapitalisierung von nach dem Ausbruch 155 Mio. $ ist HDNG ein weiterer “kleiner Fisch”. Und vor allem ist die Aktie als Werkzeugmaschinenbauer derzeit eine Rarität in den Top-Performer-Listen. Die Branche leidet unter der Verlangsamung des Wachstumstempos in den Emerging Markets, speziell in China.

Das 1890 gegründete Unternehmen aus Elmira/New York war ursprünglich für seine Drehmaschinen bekannt hat aber über die Jahre die Produktpalette durch zahlreiche Übernahmen ausgebaut. So kaufte man 1995 den Schweizer Schleifmaschinenhersteller Kellenberger auf. Aber auch Marken wie Hauser, Tschudin, Jones & Shipman, Usach und Voumard gehören inzwischen zu Hardinge. Im Hochpräzisions-Dreh-Fräsgeschäft gehört auch die DMG Mori Seiki, die ehemalige Gildemeister, zu den Konkurrenten.

Interessanterweise hat DMG Mori Seiki am deutschen Markt vor kurzem ebenfalls ein neues 52-Wochen-Hoch erreicht.

68 % der Umsätze werden im Nicht-Dollar-Raum erzielt. Daher litt HDNG zuletzt unter der Währungsentwicklung. Das Restrukturierungsprogramm zur Kostensenkung konnte wie erwartet im ersten Quartal 2016 abgeschlossen werden und brachte ertragsseitig deutlich bessere Ergebnisse als erwartet. So konnte alleine im vierten Quartal 2015 der operative Cashflow von 4,0 Mio. $ im Vorjahr auf 17,7 Mio. $ gesteigert werden.

Gestern gelang der Ausbruch auf ein neues 52-Wochen-Hoch:

HDNG

MEINE MEINUNG: Die Handels-Volumenentwicklung war jedoch nicht sonderlich beeindruckend, der Jahreschart sehr “choppy”, also ohne klaren Trend und die Aktie ist historisch eher träge und wird nur dünn gehandelt. Gehört nicht zu meinen Favoriten.

6) Five9 Inc. (FIVN)

FIVN ist erst seit Februar 2014 börsennotiert. Am Donnerstag gelang ein neues Intraday-Hoch bei 9,08 $, knapp über den alten Hochs aus dem Dezember. Noch nie hat die Aktie auf Schlusskurbasis aber oberhalb von 9 $ geschlossen, auch gestern nicht.

FIVN ist einer der größten rein Cloud-basierten Anbieter von Software für Contact Center mit der weltweit pro Jahr mehr als zwei Milliarden Gespräche für über 1.500 Kunden abgewickelt werden. Das Unternehmen ist dabei am stärksten bei mittelständischen Unternehmen. Hier ist der Konkurrenzkampf nicht ganz so hart und es gibt interessante mögliche Übernahmekandidaten, z.B. die nicht börsennotierten Talkdesk. Das Unternehmen wächst schnell, ist aber noch defizitär.

Die Ergebnisse fürs vierte Quartal übertrafen mit einem Verlust von 0,03 $ je Aktie die Konsensschätzung der Analysten um 0,05 $, die Umsätze lagen mit 36 Mio. $ 27 Prozent höher als im Vorjahr und 2,85 Mio. $ über den Konsensschätzungen.

Hier der Chart:

FIVN

MEINE MEINUNG: Der Markt dürfte immer härter umkämpft werden. Es drängen verschiedene noch nicht börsennotierte und Venture Capital-gestützte Firmen nach vorne, die noch innovativer sind. Es fehlen mir die Alleinstellungsmerkmale bei FIVN. Kein Kauf.

7) Watsco (WSO)

WSO ist der größte Distributor von Equipment für Klimaanlagen, Heizungen und Kühl- bzw. Gefrierschränken und ausschließlich in Nord- und Mittelamerika aktiv. Das Produktionsgeschäft wurde 1998 an International Comfort Products verkauft. Das Unternehmen zahlt bereits seit den 1970er-Jahren eine attraktive Dividende.

WSO profitiert vom derzeitigen Immobilienboom in den USA, der wiederum durch die niedrigen Zinsen begünstigt ist. Das Wachstum ist logischerweise eher gedämpft (geplant sind +5% in 2016) und die Bruttomargen liegen konstant bei rund 24 Prozent.

WSO

MEINE MEINUNG: Starker Langfristchart, aber eher für Langfrist-Trendinvestoren als für eine Ausbruchsstrategie geeignet.

Brack-Report USA 24.03.2016 – $CHNR (China Natural Resources); $IPHI (Inphi); $FIVE (Five Below); $AZO (Autozone)

März 24th, 2016

Brack-Report USA 24.03.2016

Am gestrigen Mittwoch war das Verhältnis von Aktien mit neuen 52-Wochen-Hochs zu Aktien mit neuen 52-Wochen-Tiefs bei 28:34 erstmals wieder negativ (Vortag: 32:21). Das heißt, bei Ausbrüchen nach der Brack-Strategie besteht kein gutes Chance-Risiko-Verhältnis. Ausbrüche sollten daher nicht gekauft werden.

Insgesamt gab es 4 Ausbrüche nach meiner Strategie. Wir schauen uns nachfolgend die Werte einzeln an. Sie erhalten von mir konkrete Einschätzungen bzw. Handelsempfehlungen.

Grundsätzlich gilt: Das Chance-Risiko-Verhältnis ist umso besser, je näher Sie am Ausbruchsniveau (Pivotpunkt) einsteigen. Der Pivotpunkt wird daher immer mit angegeben.

Am Ende des Reports erhalten Sie zudem eine Übersicht über die Entwicklung der vergangenen Ausbrüche, die ich für vielversprechend erachtet hatte.

Die Besprechung der Werte erfolgt in der Reihe der prozentualen Zuwächse vom Vortag:

1) China Natural Resources (CHNR)

CHNR ist ein chinesisches Rohstoffunternehmen, das auf die Exploration von Eisen, Zink und weitere nicht-eisenhaltige Metalle spezialisiert ist. Das Unternehmen hat am 16.Februar eine Delisting-Warnung von der NASDAQ erhalten, weil der Marktwert der Aktien an zehn aufeinanderfolgenden Tagen 35 Mio. $ unterschritten hatte.

Dass die Aktie ausgerechnet gestern ansprang, an einem Tag als (mit Ausnahme von Orangensaft) alle Rohstoffe unter die Räder gekommen sind, ist fundamental nicht nachvollziehbar.

Die Aktie ist bekannt dafür, dass sich auf Grund der geringen Größe und der Marktenge gerne mal Trader auf sie stürzen. Zuletzt wurde sie von supertrades.com gezockt.

MEINE MEINUNG: Ich rate zur Vorsicht. Wahrscheinlich handelt es sich hier um reine Kurzfrist-Zockerei. Meiden Sie das Papier.

CHNR

2) Inphi (IPHI)

Der Chiphersteller brach gestern nach positiven Analystenstatements aus einer Konsolidierung dynamisch auf ein neues Hoch aus.

Inphi hatte am Dienstag bekannt gegeben, dass ein neuer Chip für Highspeed-Netzwerke von Datencentern produktionsreif ist. Dabei geht es um die 100G-Drohne, die fähig ist, mehrere Datencenter innerhalb einer Entfernung von 80 km mit einer Geschwindigkeit von 100 Gigabit zu verbinden. Die bisherige Standardlösung bei Datencentern bietet nur eine viel langsamere 10G-Plattform.

Microsoft wandte sich deshalb bereits 2013 an Inphi für eine Lösung dieser Problematik, weil durch das explodierende Datenaufkommen im WWW schnellere Verbindungen immer wichtiger werden. Die verfügbaren 100G-Lösungen seien aber zu kostspielig gewesen, verbrauchten zu viel Strom und zusätzlichen Platz.

Das Duo entwickelte in der Folge ColorZ, das bereits ab dem 3.Quartal 2016 bei Microsoft eingesetzt werden wird. Die Chancen sind gut, dass auch Apple, Alphabet (Google), Amazon und Facebook auf ColorZ umsteigen werden.

Inphi-CEO Ford Tamer behauptet, dass Konkurrenten wie Intel (INTC), Qualcom (QCOM), Broadcom (AVGO) und Nvidia (NVDA) der Entwicklung 18 Monate hinterher hinken würden.

Analysten prophezeien Inphi daher ein schnelleres Wachstum als bisher erwartet worden ist. So geht Ross Seymore von der Deutschen Bank nun davon aus, dass Inphi in 2016 seine Umsätze um 34 Prozent auf 300 Mio. $ steigern wird und den bereinigten Nettogewinn um 33 Prozent auf 1,37 $ je Aktie. 2017 sollen es dann bereits 370 Mio. $ bzw. 1,70 $ je Aktie sein.

Der Chart zeigt den gestrigen dynamischen Ausbruch:

IPHI

MEINE MEINUNG: Inphi ist eine der aktuell spannendsten Techwerte. Durch die enorme Rallye seit dem Februar-Tief und dem Gap-up gestern scheint die Aktie allerdings kurzfristig etwas überhitzt.

3) Five Below (FIVE)

Five Below ist ein schnell wachsender Discounter, der eine breite Palette an trendigem Schnickschnack für Teenies und jüngere Kinder anbietet, wobei jedes Produkt maximal 5 $ kostet. Ein Blick auf die Homepage vermittelt ein gutes Bild vom Sortiment: http://www.fivebelow.com/

Das Unternehmen meldete gestern die Zahlen fürs wichtige Weihnachtsquartal (Q4) und das gesamte Fiskaljahr (Ende 30.Januar 2016). In 2015 kletterten die Umsätze um 22 % auf 832 Mio. $ und der Gewinn je Aktie um 19 Prozent auf 1,05 $. Besonders stark waren die Zahlen für Q4. Für 2016 prognostiziert Five Below einen Umsatz von glatt einer Milliarde $ und eine Steigerung des Gewinns pro Aktie auf 1,29 $. Dieser Ausblick lag deutlich über den Erwartungen. CEO Joel Anderson gab das Ziel aus bis 2020 die Umsätze jährlich um 20 Prozent zu steigern.
MEINE MEINUNG: Die Aktie befindet sich direkt am Pivotpunkt, der noch aus dem Juni 2015 stammt. Das Intraday-Reversal gestern bei hohem Volumen ist charttechnisch bullisch. Das Papier ist als Discounter gut geeignet zur Portfolio-Diversifizierung und -stabilisierung in einem schwachen Marktumfeld.

FIVE

4) AutoZone (AZO)

AutoZone ist der führende Anbieter von Ersatzteilen und Zubehör für Autos in den USA. Mit einer Marktkapitalisierung von inzwischen 24 Mrd. $ ist die Aktie ein Schwergewicht. Seit den Tiefs im Zuge der Finanzkrise 2008 hat sich die Aktie inzwischen verachtfacht!

Das Unternehmen ist exzellent gemanagt, meldet ständig steigende Umsätze je Laden, die Gewinnmargen steigen ebenso und ein Aktienrückkaufprogramm jagt das Nächste.

Grundsätzlich profitiert die Branche von den niedrigen Benzinpreisen und den günstigen Refinanzierungsmöglichkeiten. Mit einem 2016er-KGV von 18 ist das Papier auch noch nicht übermäßig teuer, wenn man davon ausgeht, dass die Rahmenbedingungen noch eine Weile stabil bleiben. Der Pivotpunkt liegt bei 803,26 $.

AZO

MEINE MEINUNG: Mir gefällt die Aktie. Im Zweifelsfall gilt es, immer auf den Branchenführer zu setzen. Die Erholung des Ölpreises dürfte kurzlebig gewesen sein. Die Aktie notiert nahe des Pivotpunkts und ist damit kaufenswert.

Überblick über meine Favoriten der letzten drei Handelstage:

Übersicht Favoriten 22. bis 24.03.2016 und Pivotpunkte

Brack-Report USA 23.03.2016; $BRID Bridgford Foods; $ACCO Acco Brands; $CTIB (CTI Industries); $BPTH Bio-Path Holdings; $OCLR Oclaro;

März 23rd, 2016

Brack-Report USA 23.03.2016

Am gestrigen Dienstag war das Verhältnis von Aktien mit neuen 52-Wochen-Hochs zu Aktien mit neuen 52-Wochen-Tiefs bei 32:21 weiter positiv (Vortag: 36:16). Das heißt, bei Ausbrüchen nach der Brack-Strategie besteht ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis. Ausbrüche können daher gekauft werden.

Insgesamt gab es 5 Ausbrüche nach meiner Strategie. Wir schauen uns nachfolgend die Werte einzeln an. Sie erhalten von mir konkrete Einschätzungen bzw. Handelsempfehlungen.

Grundsätzlich gilt: Das Chance-Risiko-Verhältnis ist umso besser, je näher Sie am Ausbruchsniveau (Pivotpunkt) einsteigen. Der Pivotpunkt wird daher immer mit angegeben.

Auffällig war, dass 3 Werte davon sehr geringe Handelsvolumina aufgewiesen haben, was das Positionsmanagement einerseits schwieriger macht, andererseits ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sich unter diesen Aktien auch unentdeckte Perlen befinden.

Die Besprechung der Werte erfolgt in der Reihe der prozentualen Zuwächse vom Vortag:

1) Bridgford Foods (BRID)

Sehr unspektakulärer Langfristchart. Die Aktie steht im Prinzip dort, wo sie vor 14 Jahren zur Aufnahme des Börsenhandels auch schon gestanden ist. Dividende wird aktuell keine bezahlt. Das KGV erscheint auf den ersten Blick mit unter 7 sehr niedrig, was allerdings durch eine Steuergutschrift im Vorjahr in Höhe von 7,32 Mio. $ zustande kommt. Rechnet man diese heraus verbleibt ein Gewinn von 8,11 Mio. $ für das Geschäftsjahr 2014/15, was einem Gewinn pro Aktie von 0,89 $ entspricht. Daraus ergibt sich dann ein KGV von derzeit 14.

Aber: Der Hersteller von kleinen Fleisch- und Wurst-Snacks sowie Tiefkühlprodukten meldete am Freitag, 4.März, nach Handelsschluss die besten Ergebnisse für ein erstes Quartal seit mehr als einem Jahrzehnt. Der Gewinn je Aktie vervierfachte sich von 0,05 auf 0,21 $, bei einem allerdings nur moderaten Anstieg der Umsätze um 4 % auf 36,1 Mio. $. Die Umsätze in der Tiefkühlkategorie gingen sogar um 7 % zurück.
Der Auslöser für die hohe Ergebnissteigerung war eine deutliche Verbesserung der Bruttomarge von 27,7 auf 38,4 Prozent. Spannend: Der Nettcashbestand verdreifachte sich von 5 auf 15 Mio. $ (bei einer Marktkapitalisierung von jetzt 99 Mio. $).

Die Frage ist natürlich: Wie nachhaltig ist der Anstieg der Bruttomarge? Die besseren Margen kamen einerseits durch einen um 7,9 % erhöhten Verkaufspreis zustande, andererseits durch um 8 % gesunkene Kosten für fleischhaltige Zutaten.
Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass hier auch in Zukunft weitere Steigerungen auftreten werden, aber selbst wenn das aktuelle Niveau gehalten werden kann, wäre das ein Erfolg.
Umgekehrt waren die Verkäufe bei brotbasierten Tiefkühlprodukten aber um über 7 % rückläufig. Hier wurde keine Begründung angegeben. Allerdings wurden neue Partnerschaften mit BJ`s Restaurant (BJRI) und Dairy Queen über die Lieferung von portionsweise abgepacktem Monkey Bread (einem amerikanischen Frühstücksgebäck aus Hefeteig, Zucker und Zimt) abgeschlossen. Das könnte die Umsätze beflügeln.

Der Pivotpunkt im Chart liegt bei 11,76 $.

BRID

MEINE MEINUNG: Die Aktie ist extrem markteng. Dadurch besteht einerseits die Gefahr, dass der Handel komplett austrocknet, was es dann natürlich schwierig macht, wieder aus der Aktie rauszukommen. Andererseits kann es aber auch sein, dass die Momentum Crowd auf das Papier aufspringt und in ungeahnte Höhen katapultiert. Das gab es in der Vergangenheit z.B. bei Lifeway Foods (LWAY), an die mich BRID stark erinnert. Hier der extreme Spike in 2007 bei LWAY:

Was also tun bei BRID? Ich würde mich auf der Bid-Seite auf die Lauer legen und auf eine Ausführung hoffen. Ist die Ausführung da und kommt es zu einem Spike würde ich versuchen in zwei bis drei Handelstagen in den Run hinein, die Aktie wieder abzustoßen. Ich habe meinen Zweifel, ob es dem Unternehmen nach einer solch langen Seitwärtsbewegung, die auf eine Stagnation im operativen Geschäft hindeutet, wirklich gelingt nachhaltig zu wachsen und damit einen nachhaltigen Aufwärtstrend im Chart zu etablieren.
Andererseits: 81 Prozent der Aktien befinden sich im Besitz des Managements. Insofern wäre auch ein Abfindungsangebot an die Aktionäre mit anschließendem Delisting denkbar. Die Schließung der Feinkostsparte könnte sich positiv auf die Margen auswirken.

2) Acco Brands (ACCO)

ACCO

Auch Acco hat eine jahrelange Seitwärtsbewegung hinter sich. Das Unternehmen vereint eine Ansammlung verschiedener Marken unter seinem Dach. Dazu gehören Präsentationsprodukte, Planer und Organizer, Büroarbeitsgeräte, Binde- und Laminierungsgeräte etc. Alles in allem sehr unspektakulär und wenig wachstumsträchtig.

Der Kurs sprang an, nachdem das Unternehmen bekanntgab, die restlichen 50 Prozent seines Australien-/Neuseeland-Jointventures auch noch zu übernehmen. Der Effekt auf das Gesamtergebnis ist relativ gering.

MEINE MEINUNG: Eher uninteressant für die Ausbruchsstrategie.

3) CTI Industries (CTIB)

CTI Industries ist ein extremer Micro Cap mit einer Marktkapitalisierung von nur rund 20 Mio. $. Das Unternehmen stellt Folien- und Latexballons her wie man sie beispielsweise auf Rummelplätzen kaufen kann, Vakuumiergeräte (unter dem bekannten Markennamen Ziploc) sowie Folienbeschichtungen.

Gleichzeitig ist die Aktie extrem markteng. Es gibt sogar Tage, an denen die Aktie überhaupt nicht gehandelt wird.

Heute meldete das Unternehmen vor Handelsbeginn starke 2015er-Zahlen. Der Nettogewinn verdoppelte sich von 514.000 $ auf 1,047 Mio. $, der Gewinn je Aktie entsprechend voll verwässert von 0,15 $ auf 0,30 $.
Auffallend ist aber, dass die Umsätze unter dem Strich kaum zulegten (59,4 Mio. $ vs. 57,8 Mio. $) und die Margen in dem Geschäft sehr dünn zu sein scheinen. Als Gründe für den Gewinnanstieg werden eine Zunahme beim Verkauf von höhermargigen Produkten, u.a. flexible Behälter zur Nahrungsmittellagerung, und eine effizientere Produktion genannt.
MEINE MEINUNG: Interessant ist, dass die Aktie gestern schon ganz knapp ein neues Hoch geschafft hat und damit die heutige Fortsetzung in Folge der guten Zahlen quasi vorweg genommen hat. Trotzdem tue ich mich schwer, hier eine echte Wachstumsstory zu erkennen. Der Langfristchart zeigt, dass die Aktie im Prinzip schon ewig seitwärts läuft und ich fürchte, das wird auch so bleiben. Insofern rate ich, hier außen vor zu bleiben.

CTIB

4) Bio-Path Holdings (BPTH)

Bio-Path ist ein kleines Biotech-Unternehmen, das an zwei patentgeschützten Drug Delivery-Plattformen für RNA-Therapien forscht.

Bei der RNA-Interferenz (RNAi) versuchen die Wissenschaftler einen natürlichen Mechanismus in den Zellen von Lebewesen zu imitieren mit dem defekte Gene (die schwere Krankheiten auslösen können) zielgerichtet abgeschaltet werden können. Krankheiten wie Krebs, Hepatitis oder auch Diabetes könnten so an der Wurzel bekämpft und geheilt werden – theoretisch. Das Potenzial der Technologie ist gigantisch. Die beiden US-Wissenschaftler Andrew Z. Fire und Craig C. Mello erhielten 2006 für die Entdeckung der RNA-Interferenz den Medizin-Nobelpreis.

Das Problem liegt in der praktischen Umsetzung, dem Transport der Ribonukleinsäure (RNA) in die menschliche Zelle. Eine Technologie setzt beispielsweise auf small interfering RNAs (siRNAs). Diese “kurze” DNA spaltet die Erbinformation übertragende mRNA in mehrere Bruchstücke, zerstört so die enthaltenen Informationen und verhindert damit, dass diese in Proteine umgesetzt werden. Theoretisch lässt sich so jedes krankheitsauslösende Protein ausschalten. Um diesen Effekt zu erreichen, muss die Sequenz der künstlich hergestellten siRNA, die dem Patienten verabreicht wird, aber exakt zum ausgewählten Gen passen.

Leider ist die Umsetzung der Technologie in der Praxis mit schwerwiegenden Problemen verbunden. Die außerhalb des Körpers erzeugte siRNA sorgt im Körper häufig für Abwehrreaktionen des Immunsystems, löst Entzündungsprozesse aus und ist allgemein hochgiftig (hohe Toxizität).

Deshalb wird intensiv an anderen Arzneimittelverabreichungstechnologien (Drug Delivery) geforscht, um dieses Problem zu umgehen. Die australische Benitec setzt auf den dd-RNAi-Mechanismus bei dem Gentherapie-Vektoren die benötigte DNA in die Zelle einschleusen sollen. Die Forschungsreihen beim wichtigsten Medikamentenkandidaten TT-034 gegen Hepatitis C wurden allerdings nun eingestellt, weil auf Grund der Fortschritte anderer Unternehmen bei der Behandlung der Krankheit (Gilead!) das kommerzielle Potenzial von TT-034 nicht mehr groß genug ist und potenzielle Entwicklungspartner kein Interesse mehr zeigen.

Bio-Path geht einen anderen Weg. Die Kerntechnologie nennt sich “neutral liposome” und wurde vom MD Anderson Cancer Center lizenziert. Die zu transportierende RNA wird dabei mit Hilfe von neutralen Lipiden in Liposome eingearbeitet. Diese Liposome verhalten sich im Körper reaktionsträge, nehmen die RNA effizient auf und formen mikroskopische (Nano)-Partikel, die dann in Tumore eindringen.
Bei Tierversuchen zeigte die Verabreichungstechnologie eine 10- bis 30fache Steigerung der Aufnahme von Tumorzellen im Vergleich zu anderen Methoden.

Zudem lizenzierte Bio-Path eine weitere Drug Delivery-Technologie vom MD Anderson Cancer Center, die die Wirkungsweise des “neutral liposome”-Verfahrens weiter verbessern soll. Bei der “liposome tumor targeting”-Technologie werden die Liposome mit Bindungsproteinen (Liganden) beschichtet, die auf einen Rezeptor abzielen, der bei verschiedenen Tumorarten spezifisch überexprimiert ist, d.h. der für ein schnelles Wachstum des Tumors sorgt. Diese Tumorarten können dann gezielter bekämpft werden.

Auf Grund der frühen Entwicklungsphase der Technologie sind die Risiken sehr hoch, das Potenzial allerdings auch. Bio-Path konkurriert mit Firmen wie Alnylam (ALNY), Arrowhead (ARWR), RXI Pharmaceuticals (RXII) oder Tekmira (TKMR).
Mit BP1001 gegen eine bestimmte Blutkrebs-Form (akute myeloische Leukämie; AML) hat man in einer klinischen Phase II-Studie bei Patienten in fortgeschrittenem Stadium zwei komplette Tumorrückbildungen erreicht. Zudem wurde dem Unternehmen die Orphan Drug Destination zugesprochen, die beschleunigte klinische Entwicklungsphasen bei seltenen Krankheiten ermöglicht.

Dass die Aktie ausgerechnet jetzt wieder ins Laufen kommt, könnte an Parallelen zum aktuellen Biotech-Highflyer Celator Pharmaceuticals (CPXX) liegen. CPXX meldete eine erfolgreiche Phase III-Testreihe für seinen Medikamentenkandidaten VYXEOS (CPX-351) gegen eben diese akute myeloische Leukämie. CPX-351 versucht die Wirkung von zwei bereits zugelassenen Medikamenten (Cytarabine; Daunorubicin), die bei der AML als Kombitherapie eingesetzt werden, u.a. durch ein anderes Drug Delivery-Verfahren zu optimieren und setzt dabei ebenfalls auf Liposome, die injiziert werden.

Die Celator-Aktie hat sich innerhalb von sieben Handelstagen fast verzehnfacht:

CPXX

MEINE MEINUNG: Auf Grund dieser Parallelen könnte nun auch Bio-Path vom Markt neu entdeckt werden.
Die Aktie schaffte gestern den charttechnischen Ausbruch über die 2 $-Marke und zeigt sich auch heute gegen den sehr schwachen Biotechsektor nach kurzer Schwäche widerstandsfähig:

BPTH

5) Oclaro (OCLR)

Oclaro ist einer der größten Hersteller von Laserdioden und Lichtwellenkomponenten für das Ethernet. Ethernet ist eine Technologie, die Software und Hardware für kabelgebundene Datennetze spezifiziert, welche ursprünglich für lokale Datennetze (LANs) gedacht war und daher auch als LAN-Technik bezeichnet wird. Sie ermöglicht den schnellen Austausch großer Datenmengen, bei Ethernet über Glasfaser liegt die Reichweite bereits bei über 10 km.

Aktuell gibt es einen Upgrade-Zyklus auf eine Übertragungsgeschwindigkeit von 100G (Gigabit) von dem die Ausrüster profitieren, neben Oclaro u.a. auch Neophotonics (NPTN), die ähnlich gut performen.

Seeking Alpha-Contributor Brendan Rose http://seekingalpha.com/author/brendan-rose/comments, ein Branchenexperte, hat die jüngsten starken Zahlen von Oclaro vorhergesagt. Er favorisiert allerdings NPTN gegenüber OCLR. OCLR hält er für den schwächsten von ca. zehn Werten, die einen großen, globalen, standardisierten und extrem wettbewerbsintensiven Markt angreifen.

Er glaubt, dass das zu Ende gegangene vierte Quartal 2015 aber bereits den industrieweiten Höhepunkt hinsichtlich Wachstumsraten und Margen im Zusammenhang mit dem 100G-Bereich gebracht hat. Oclaro als der Wert mit der geringsten Profitabilität dürfte vom Preiskampf den größere Kontrahenten wie Cisco, Alcatel und Huawei anzetteln könnten, erdrückt werden.
Für die Bullen, die glauben, dass das 100G-Wachstum quasi für immer anhalten wird, empfiehlt er Neophotonics (NPTN). Er hält NPTN für günstiger, profitabler, schneller wachsend, strategisch besser gemanagt und mit höherem China-Anteil als OCLR.

Einer seiner Favoriten ist zudem Fabrinet (FN), die ebenfalls gut performt haben. Nichtsdestotrotz war es gestern erneut OCLR, die aus einer Konsolidierung auf ein neues Hoch ausgebrochen sind und damit ein Kaufsignal generiert haben:

OCLR

Der Pivotpunkt liegt minimal oberhalb von 5 $.

MEINE MEINUNG: Der Sektor zeigt hohe relative Stärke. Gestern hatte ich im Brack Report ja Mellanox (MLNX) besprochen, die als Hersteller von 100-Gigabit-Ethernet-Switches ebenfalls von diesem Upgrade-Zyklus profitieren. Auch Broadcom (AVGO) hat gestern ein neues 52-Wochen-Hoch gemacht. Der Sektor ist also “hot” und es ist durchaus empfehlenswert, einen dieser Ausbrüche zu traden.

Brack-Report USA 22.03.2016 – $VAL (Valspar); $VCEL (Vericel); $MRKT (Markit); $USAT (USA Technologies); $EXA (Exa Corporation); MLNX (Mellanox Technologies)

März 22nd, 2016

Brack-Report USA 22.03.2016

Am gestrigen Montag war das Verhältnis von Aktien mit neuen 52-Wochen-Hochs zu Aktien mit neuen 52-Wochen-Tiefs bei 36:16 positiv. Das heißt, bei Ausbrüchen nach der Brack-Strategie besteht ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis. Ausbrüche können daher gekauft werden.

Insgesamt gab es 8 Ausbrüche nach meiner Strategie. Wir schauen uns nachfolgend die Werte einzeln an. Sie erhalten von mir konkrete Einschätzungen bzw. Handelsempfehlungen.

Grundsätzlich gilt: Das Chance-Risiko-Verhältnis ist umso besser, je näher Sie am Ausbruchsniveau (Pivotpunkt) einsteigen. Der Pivotpunkt wird daher immer mit angegeben. Die Besprechung der Werte erfolgt in der Reihe der prozentualen Zuwächse vom Vortag:

1) Valspar Corp. (VAL)

Valspar ist der weltweit führende Hersteller von Beschichtungen für Metallverpackungen. Gegründet wurde das Unternehmen 1806 als Farbgeschäft “Paint & Color” in Boston, Massachusetts. Gestern meldete nun Sherwin-Williams (SHW; Marktkapitalisierung 26,6 Mrd. $), man werde Valspar (Marktkapitalisierung 6,6 Mrd. $) für 9,3 Mrd. $ übernehmen.
VAR ging mit plus 23 Prozent aus dem Handel, SHW verlor 5,3 %. Analysten zeigten sich besorgt, dass SHW zu viel für VAR bezahle.

SHW aus Cleveland, Ohio, stellt Farben, Lacke und Baustoffe her und vertreibt diese in seinen “Sherwin-Williams Paints”-Läden. Das Filialnetz umfasst fast 4.000 Farben- und Lackgeschäfte. SHW bietet 113 $ je Aktie, was einem Enterprise Value (EV; bezieht neben der Marktkapitalisierung auch die Schulden mit ein) von ca. 11,3 Mrd. $ entspricht.

Die Differenz zwischen aktuellem Kurs und Übernahmepreis kommt dadurch zustande, dass im Übernahmevertrag eine Klausel enthalten ist, wonach der Preis um 8 $ je Aktie sinkt, wenn SHW von der US-Kartellbehörde gezwungen wird, Teile des Valspar-Geschäfts zu verkaufen, damit der Deal genehmigt wird. Dies dürfte wahrscheinlich sein.

VCEL

MEINE MEINUNG: Bei Deals dieser Größenordnung reagiert der Markt sehr effizient. Ich vermeide in solchen Fällen grundsätzlich Spekulationen. Ich habe die vorbörslichen Times & Sales gecheckt. Es war auch nicht möglich durch schnelle Reaktion unmittelbar nach der Bekanntgabe des Deals zu profitieren, Die Aktie hatte am Freitag knapp unter 84 US-Dollar geschlossen und eröffnete vorbörslich am Montag bereits bei rund 108 US-Dollar. Sie brauchen sich die Kürzel VAL also gar nicht erst auf die Watchlist zu nehmen.

2) Vericel Corporation (VCEL)

Vericel ist ein führender Entwickler patienten-spezifischer zellulärer Therapien und gilt in diesem Bereich als Pionier. Das Unternehmen hat ein Verfahren entwickelt bei dem bestimmte Zelltypen (Stammzellen, Monozyten und Makrophagen) selektiv um ein Vielfaches vermehrt werden. Die patientenspezifische hochangereicherte Zellmixtur wird dann per Katheter in den Herzmuskel injiziert.

Dadurch sollen bestimmte Körperfunktionen, die für den Gewebeumbau sowie für Immunmodulation (Anregung oder Dämpfung des Immunsystems) und Angiogenese (Wachstum von Blutgefäßen) erforderlich sind, verstärkt werden.

Das geschädigte Herzmuskelgewebe soll so repariert werden können. Bei einer Phase 2b-Studie bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz wurde nun das primäre Studienziel erreicht, das heißt die Methode (Ixmyelocel-T) hat sich als wirksam erwiesen.
Genauere Ergebnisse werden auf einem Herzkongress am 4.April bekanntgegeben. Hier die kommentierte Meldung vom deutschen Fachportal kardiologie.org: https://www.kardiologie.org/herzinsuffizienz-erfolg-mit-zelltherapeutischer-methode/7821858

Vericel hat bereits zwei Produkte auf dem Markt: Carticel ist ein Implantat, das aus körpereigenen Knorpelzellen besteht und bei Knorpelschäden im Knie eingesetzt wird. Epicel ist ein dauerhaftes Hautersatz-Produkt, das bei schwerwiegenden Verbrennungen, die 30 Prozent oder mehr der Körperfläche umfassen, eingesetzt wird.

Sollte Ixmyelocel-T auch die Phase 3 erfolgreich überstehen und die Zulassung erhalten wäre das ein Quantensprung für VCEL. Entsprechend euphorisch reagierte die Aktie:

VCEL

Charttechnisch positiv ist dabei, dass die Aktie das am zweiten Tag nach Bekanntgabe der Studienergebnisse markierte Hoch bei 5,18 $ gestern nach mehrtägiger Konsolidierung überwunden und damit ein neues Kaufsignal geliefert hat. Der Pivotpunkt (optimaler Kaufpunkt) liegt also bei 5,19 $.
Mit einer Marktkapitalisierung von nur 126 Mio. $ ist das Unternehmen ein echter Micro Cap und entsprechend riskant.

MEINE MEINUNG: Je nachdem wie gut die Ergebnisse der Ixmyelocel-T-Studie im Detail sind, sollte es VCEL gelingen eine Entwicklungs- und Vermarktungspartnerschaft für das Medikament an Land zu ziehen. Dann winkt eine hohe Vorabzahlung, Hilfe bei der weiteren Entwicklung und Einhaltung regulatorischer Vorschriften sowie weitere Meilensteinzahlungen bei der Markteinführung des Produkts und Royalties (Tantiemen) aus dem Verkauf.
Interessant ist, dass Vericel bereits einen funktionierenden Umsatzstrom durch Carticel und Epicel von > 50 Mio. $ pro Jahr hat und daher nicht komplett von Ixmyelocel-T abhängig ist.
Nach der heftigen Korrektur im Biotechsektor scheint die Bewertung der Aktie auch nach dem massiven Anstieg nicht überzogen.
Spekulative Anleger können also durchaus eine kleine Position aufbauen. Es empfiehlt sich durch die extreme Volatilität allerdings ein entsprechend großzügiger Stoppkurs, weil sonst das Risiko sehr hoch ist, sofort ausgestoppt zu werden. Möglich wäre bspw. ein Stopp unterhalb des Tagestiefs von gestern (4,59 $).

3) Markit (MRKT)

Markit tritt hierzulande als Webportal mit gigantischem Produktkatalog auf, das den IT-Einkauf für Firmen so zeit- und geldsparend wie möglich machen soll, in dem es die Angebote von lokalen Großhändlern mit internationalen Lieferanten vergleicht und so den Wettbewerb verschärft. Spannender sind aber die Datenbanken im Bereich Schuldtitel, Derivate und Wirtschaftsdaten.

Darauf hat es nun die IHS (IHS; Information Handling Services) abgesehen, die über gigantische Datenmengen im Bereich Energie und Industrie verfügt. Ziel ist es, Banken, Investoren und Tradern noch mehr Daten zur Verfügung zu stellen. Die Banken verwenden diese Daten u.a. um neue passive Investmentprodukte wie ETFs zu “bauen”.
Das neue Unternehmen wird einen Marktwert von ca. 13 Mrd. $ haben und ist mehr ein Zusammenschluss unter Gleichen (auf die bisherige IHS entfallen 57 % des neuen Unternehmens). Der Deal ist auch vor dem Hintergrund der beschlossenen Fusion zwischen der Deutschen Börse und der London Stock Exchange zu sehen. Bereits in 2014 hatten sich die Indexanbieter FTSE (Großbritannien) und Russell (USA) zusammengeschlossen.
Auch steuerliche Gründe dürften eine wichtige Rolle beim Zusammenschluss spielen. Das neue Unternehmen wird genau wie bisher schon Markit seinen Sitz in London haben, IHS kommt aus Englewood, Colorado.

Der Deal kommt im Rahmen einer Aktienzusammenlegung zustande. Die ursprüngliche Bewertung für Markit lag auf Basis der genannten Details in der Pressemeldung bei 31,13 $. Interessant ist, dass die Kurse beider Firmen im Handelsverlauf deutlich anzogen, weil der Übernahmepreis als attraktiv eingeschätzt wird.

MRKT

Wer intraday beim Ausbruch über das alte 52-Wochen-Hoch (30,87 $) per Stopp-Buy eingestiegen ist, konnte also schöne Gewinne einfahren.

MEINE MEINUNG: Die Konsolidierungswelle in der Finanzdatenbranche hält an. Auf dem jetzigen Niveau würde ich aber nicht mehr einsteigen. MRKT war bereits jetzt eine relativ träge Aktie. Das sollte nach dem Merger nun umso mehr der Fall sein.

4) USA Technologies (USAT)

USA Technologies ist eine Trend-Trader-Empfehlung (www.trend-trader.de) vom 8.Februar, damals 3,53 $, aktuell 4,37 $ (+24 % seit Erstempfehlung).
Zukünftig wird immer häufiger kontaktlos mit dem Smartphone bezahlt werden, auch an Automaten. Die sind eine Domäne von USAT, deren ePort-Technologie genau diese Möglichkeit bietet. Das Unternehmen verdient doppelt, zum einen über Lizenzen für die Technologie, die es an die Automatenbetreiber vergibt (für 7 bis 10 $ je Automat und Monat), zum anderen über Transaktionsgebühren (5,5 %) bei jedem Umsatz, der über ePort getätigt wird. Mit Premium Support Servicedienstleistungen hilft man den Kunden, die Erträge aus den Automaten zu maximieren.

USAT

MEINE MEINUNG: Die Technologie steht vor dem Durchbruch und USAT könnte mit seinem schlanken Geschäftsmodell zur Cashflow-Maschine werden.

Gestern gelang der neuerliche Ausbruch aus einer Konsolidierung. Es wurde ein neues Kaufsignal nach der Brack-Strategie generiert. Der Pivotpunkt liegt bei 4,18 $.

5) Exa Corporation (EXA)

Simulations-Software für Automobilhersteller (basierend auf numerischer Strömungsmechanik) ist ein spannender Wachstumsmarkt. Wie wichtig beispielsweise die Einhaltung immer strengerer Abgasnormen ist, ist spätestens seit dem VW-Skandal auch dem Mainstream bekannt. Software wie die von Exa ersetzt auch mehr und mehr den Bau von Prototypen oder aerodynamische Tests im Windkanal – ohne Einbußen bei der Genauigkeit der Messungen und oft resultieren daraus sogar noch Kosteneinsparungen für die Autobauer.

Exa hat seine Software auf Cloud-Computing umgestellt, was kurzfristig das Umsatzwachstum etwas verlangsamt, aber bei den Kunden sehr gut ankommt und sich gleichzeitig mittel- und langfristig positiv auf die Margen auswirken wird.

Weil das Unternehmen 75 % seiner Umsätze außerhalb der USA erzielt lastete auch der zuletzt sehr starke US-Dollar bzw. der schwache Euro auf den Umsätzen.
Trotzdem kann sich das Umsatzwachstum im vierten Quartal (Zahlen wurden am 10.03. veröffentlicht), gerechnet auf Basis konstanter Wechselkurse, von 13 % sehen lassen, die Lizenzumsätze (Cloud-Software-Modell) stiegen sogar um 16 %.
Wachstumspotenzial kommt vor allem aus China, wo Exa bisher noch unterrepräsentiert ist (nur 3 % des Gesamtumsatzes).

Auf Grund hoher Investitionen ist das Unternehmen aus Burlington, Massachusetts, bisher noch defizitär. Dafür verfügt man aber über einen ordentlichen Cashbestand von derzeit noch 27,6 Mio. $ bei einer Marktkapitalisierung von 181 Mio. $.
Interessant: Der Fonds von Investoren-Legende George Soros hat eine Beteiligung von 9 % an Exa offengelegt. Es ist relativ ungewöhnlich, dass Soros in ein solch kleines Unternehmen investiert und durchaus eine Bestätigung für die Qualität des Unternehmens.

68 % der ausstehenden Aktien befinden sich in den Händen von Insidern und Institutionellen. Nur 4,6 Millionen Aktien sind frei handelbar. Das dürfte auch der Grund für die relative Marktenge bzw. das niedrige Handelsvolumen bei dem Papier sein.
Ebenfalls bemerkenswert ist das Chartbild. Die Aktie läuft seit zwei Jahren innerhalb einer engen Tradingrange seitwärts. Nach dem Ausbruch am Montag scheinen nun Anschlusskäufe einzusetzen und die Aktie aus ihrem Dornröschenschlaf zu reißen:

EXA

MEINE MEINUNG: Die Aktie ist vollkommen unentdeckt und deshalb wesentlich günstiger als andere Anbieter von Simulations-Software. Bereits ein relativ geringer Anstieg des Handelsvolumens könnte die Aktie in ungeahnte Höhen katapultieren. Der Pivotpunkt lag bei 12,34 $.

6) Mellanox Technologies (MLNX)

Mellanox gehört zu den innovativsten Chipunternehmen und setzt neue Geschwindigkeitsmaßstäbe. Letztes Jahr präsentierte Mellanox als erste Firma überhaupt einen 100-Gigabit-Ethernet-Switch und zielt damit voll auf den Data-Center-Markt ab. Die dortigen Riesen Microsoft, Facebook, Google und Amazon, die Unmengen an Datenmengen erzeugen, werden ihre Server auf dieses Niveau hochrüsten und damit potenzielle Kunden von Mellanox.
Durch die Übernahme von EZchip Semiconductor im Februar haben die Israelis (die auch im Silicon Valley ansässig sind) ihre Produktpalette deutlich verbreitert (Router in Kabel- und Telefonnetzwerken).
Zwar dominiert bisher noch Broadcom (AVGO) den Ethernet-Adapter-Markt, aber Mellanox ist bei den High-Gigabit-Levels am stärksten – und dahin entwickelt sich der Markt.

Charttechnisch ist die Aktie am Montag aus einer Konsolidierung auf ein neues 52-Wochen-Hoch ausgebrochen. Heute folgen nun Anschlusskäufe. Der Pivotpunkt vom vergangenen Juni liegt bei 52,77 $.

MLNX

MEINE MEINUNG: Der Konkurrenzkampf in der Branche ist hart, aber Mellanox hat im margenträchtigen Highend-Segment aktuell die Nase vorn und könnte ähnlich wie bereits in 2012 einen mächtigen Run aufs Parkett legen. Keine Aktie aus dem Internet-Tech-Segment weist derzeit eine höhere relative Stärke auf.

Darvas-Report 17.02.2016 – Ausbruch und Kauf Doro AB

Februar 17th, 2016

Liebe Leser,

die Erholungsbewegung an den internationalen Aktienmärkten geht weiter. Die Entwicklung erinnert etwas an den Crash im August, an den unmittelbar eine v-förmige Gegenbewegung anknüpfte.

Es gibt einige spannende Entwicklungen bei Darvas-Aktien. Die wichtigste ist aus meiner Sicht der Ausbruch beim schwedischen Senioren-Smartphone-Hersteller Doro AB: Das Unternehmen meldete heute vor Handelsbeginn glänzende Zahlen fürs 4.Quartal 2015 und entsprechend fürs Gesamtjahr (in Q4 Umsatz +43 Prozent auf 625,6 Millionen Schwedische Kronen (SEK), was in etwa 66 Millionen Euro entspricht; EBIT 58,7 Mio. SEK ggü. 35,2 Mio. SEK, einhergehend mit einer Verbesserung der operativen Marge von 8,1 auf 9,4 Prozent; Auftragseingang +43,8 Prozent auf 527,5 Mio. SEK.Der operative Cashflow drehte im vierten Quartal von einem Minus im Vorjahr auf +32 Mio. SEK).

In 2016 peilt Doro Umsätze von 2 Milliarden Schwedischen Kronen an, was in etwa 220 Millionen Euro entspricht. Das Unternehmen beschäftigt aktuell knapp 300 Mitarbeiter. Im vierten Quartal brachte Doro ein 4G-Smartphone für Europa auf den Markt, das nun im ersten Quartal 2016 auch in den USA und Kanada vermarktet wird. Insgesamt verkaufte man in 2015 2,8 Millionen Handys gegenüber 2,5 Millionen im Vorjahr. Produktseitig hat Doro in eine verbesserte Benutzeroberfläche und Cloud-Verbindungen mit Verwandten der User investiert. Das zeigt: Doro ist in der Lage technische Innovationen für die eigene Zielgruppe zu nutzen.

Während das Wachstum bei der Zahl der verkauften Handys in Ordnung geht, aber nicht wirklich beeindruckend ist, sind es die zusätzlichen Wachstumsinitiativen um so mehr. Dazu gehört allen voran die Akquisition von Caretech (inzwischen: Doro Care) mit der nicht nur finanzielle Synergien erzielt werden konnten, sondern auch eine neue Plattform für Serviceangebote gewonnen wurde. Doro Care hat sich auf die Entwicklung von Technologielösungen spezialisiert, die ein selbstbestimmtes Leben beeinträchtigter und gefährdeter Menschen sowohl in den eigenen vier Wänden als auch außer Haus ermöglichen und fördern. Zu den Produkten gehören hier ein digitales Hausnotrufgerät sowie eine Tracking-Uhr speziell für die Bedürfnisse demenzkranker Menschen und ihrer Angehörigen sowie Pfleger.

Im Bereich der Hausnotrufgeräte profitiert Doro von der Umstellung von analog auf digital. Das Spannende dabei: Doro ist in Schweden bereits eine Art Notrufstandard und arbeitet mit über 65 Prozent aller Stadtverwaltungen zusammen. Doro betreibt so genannte Mobile Telecare-Center und konnte die Zahl der Abonnenten im vergangenen Jahr um 26.000 auf über 80.000 steigern (2014 lag das Wachstum nur bei 11.000).
Es wurde ein weiterer Alarmannahme-Center in Kalix, Schweden, eröffnet. So generiert man alleine wiederkehrende Umsätze in Höhe von 71 Millionen SEK pro Jahr.
Zum hohen Wachstum bei den Caretech-Verkäufen hat der Markteintritt in Norwegen beigetragen. Auch in Deutschland, Großbrittanien und den Niederlanden war Doro erfolgreich.

Doch Doro gibt sich damit nicht zufrieden. Als nächsten Schritt will das Unternehmen eine B2C-Service-Plattform etablieren. Dazu soll die Doro Care-Infrastruktur mit dem Vertriebskanal und dem Know-How des regulären Smartphone-Geschäftsbereichs kombiniert werden. Noch diesen Monat, auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona, soll die neue Anwendung Doro Connect and Care präsentiert werden. Dabei handelt es sich um einen privaten sozialen Netzwerkdienst, der soziale Verbindungen zwischen Senioren und Pflegekräften ermöglichen soll.

Daraus ergibt sich meiner Ansicht nach jede Menge weiteres Wachstumspotenzial für Doro bzw. die Doro-Aktie. Spannend finde ich dabei auch die fundamentale Bewertung. Die Marktkapitalisierung liegt auch nach dem fulminanten heutigen Ausbruch nur bei umgerechnet etwas über 150 Millionen Euro. Analysten rechnen für 2016 und 2017 mit einem Gewinn je Aktie von 5,16 bzw. 6,10 SEK je Aktie. Bei einem aktuellen Kurs von 64,75 SEK errechnet sich daraus ein 2016/2017er-KGV von nur 12 bzw. 10,6.

Charttechnisch bricht die Aktie heute aus einer Konsolidierung bei hohem Volumen auf ein neues 52-Wochen-Hoch aus und generiert damit ein Kaufsignal nach Darvas:

Doro

MEIN FAZIT: Ich habe eine große Position zu 62,50 SEK aufgebaut und sehe ein Kurspotenzial von bis zu 50 Prozent für die kommenden Monate.